Montag, 31. August 2009

Budapest – Adrette Perle des Ostens


Das trübe Grau der Häuserfassaden aus der Zeit des Kalten Krieges ist inzwischen bunter Lebensfreude gewichen. Im Vergleich zu westeuropäischen Schwulenzenen fristet die ungarische Hauptstadt allerdings auch 20 Jahre nach der Wende ein immer noch recht bescheidenes Dasein. Langweilig wird es in Budapest aber trotzdem nicht ...

Die Ankunft am Budapester Flughafen verläuft überraschend angenehm. Waren es im Rheinland bei Nieselregen noch unangenehme 18 Grad, präsentiert sich die ungarische Hauptstadt im August standesgemäß: brütend warme 34 Grad. Und auch die Weiterfahrt in die nur 20 Autominuten entfernte City ist kinderleicht. Ein Taxi-Guide fragt englischsprachig nach dem gewünschten Reiseziel, in Nullkommanix erhält man einen Coupon, den man anschließend einem schon wartenden Taxifahrer überreicht. Flughafen-Taxen-Abzocke à la Prag ist da ausgeschlossen. Die Fahrt mit dem Taxi lohnt schon ab zwei Personen. Wer allein reist, ist finanziell besser mit dem Airport-Minibus bedient. Dieser fährt gemeinsam mit anderen Gästen vom Flughafen zur gewünschten Adresse in Budapest – und natürlich auch auf Wunsch zurück. Sparfüchse dagegen steigen in den Bus 200, der bis zur Endstation der Metrolinie 3 fährt (Kobanya-Kispest), von dort geht es innerhalb von 20 Minuten mitten in die Stadt. Dauert aber auch alles in allem rund 60 Minuten ...

Erkundungstour mit Überraschungen

Für den schwulen Besucher hält Budapest einige Überraschungen parat. Zwar kann die rund zwei Millionen Einwohner zählende ungarische Hauptstadt in Sachen Schwulenszene längst noch nicht mit anderen westeuropäischen Städten dieser Größe mithalten, dennoch herrscht hier alles andere als tote Hose. „Ungarn ist katholisch, natürlich nicht so sehr wie Polen, aber weitaus mehr als Tschechien. Es gab auch immer eine schwule Szene in Budapest, auch in den 50er, 60er und 70er-Jahren, als das Land noch unter der Fittiche der Kommunisten stand. Man muss aber auch bedenken, dass Ungarn nur zehn Millionen Einwohner hat. Das ist natürlich schon ein bisschen provinziell. Aber gegen Bangkok ist ja auch Berlin provinziell“, erläutert Jean Jacques Soukup mit einem Schmunzeln. Jean vermietet gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Czaba zu günstigen Konditionen zwei einfache Apartments am zentralen Kristof Square - überwiegend an Schwule. Nicht nur das: am Wochenende bieten die geschäftstüchtigen Jungunternehmer über ihre Webseite http://budapest.gayguide.net Sightseeing-Touren durch die City an. Ob traditioneller Stadtrundgang am Samstag oder unkonventionelles Szene-Bar-Hopping am Freitag: für jeden dürfte etwas dabei sein. Vor allem aber geht man im Szenedschungel nicht verloren. Denn anders als in vielen Großstädten Westeuropas gibt es in Budapest kein schwules Szeneviertel. Die meisten Bars, Restaurants und Clubs sind auf den 5., 6., 7. und 9. Distrikt verteilt. Wer gut zu Fuß ist, benötigt kein Auto, das U- und Straßenbahnnetz verbindet die zentralen Plätze und Straßen ganz hervorragend.

Invasion schwuler Touristen in der Szene

Hat man ein Gay-Lokal erfolgreich aufgespürt, empfiehlt sich das Budapester Gay-Magazin „Na Végre“ zur weiteren Orientierung. Das monatliche Info-Blättchen im Mini-Format, recht kommerziell aufgezogen, listet - teilweise auch in englischer Sprache - sämtliche schwule Etablissements der Stadt übersichtlich auf. Nicht ganz ohne Grund: in der Schwulenszene tummeln sich zeitweilig mehr Touristen als Einheimische. In der Mutter aller Budapester Schwulenbars, der Cruising-Bar „Action“ beispielsweise, vernimmt man am Wochenende mehr Konservationen auf Englisch als auf Ungarisch. Leider haben sich die Getränkepreise dem internationalen Niveau allmählich angepasst, weshalb sich viele Einheimische die für ungarische Verhältnisse relativ teuren Schwulenbars und –clubs nicht leisten können. Roland, Geschäftsführer des schwul angehauchten Café-Restaurants „Eklektika“ bedauert diese Entwicklung: „Wenn du in Budapest in eine Hetero-Bar gehst, zahlst du für das Bier rund 400 Forint (1,60 Euro), gehst du zwei Häuser weiter in eine Schwulenbar, bist du gut und gerne mit 600 Forint (2,40 Euro) dabei“, erklärt er. Der guten Stimmung in den Clubs tut dies am Wochenende aber keinen Abbruch. Die Diskotheken „Bamboo“ und „Alterego“ sind dann zum Bersten voll mit recht jungem Gays und deren besten Freundinnen ...
Abenteuerlustige Erotikfans können dagegen guten Gewissens einen Abstecher in die bei vielen (ungeouteten) Gays populären öffentlichen Bäder „Gellert Barth“ und „Kiraly Bath“ machen. Das „Kiraly Bath“, 1565 erbaut und ganz in der Tradition eines türkischen Badehauses, ist bei Schwulen besonders an den Männertagen Dienstag, Donnerstag und Samstag beliebt. Wem das zu heikel ist, macht sich auf in die „Magnum-Sauna“. Die hat zwar bis heute noch nicht so ganz ihren Charme der Wendezeit abgelegt, ist aber am Wochenende gerammelt voll mit kontaktfreudigen Kerlen ...

Dienstag, 11. August 2009

Bahamas – Inseln im Paradies

Kilometerweite weiße und rosa Strände, atemberaubende Korallenriffe, türkisfarbenes Wasser, tropisches Klima und exotische Kulinarik – die Bahamas-Inseln wissen Besucher in ihren Bann zu ziehen. Über 800 Kilometer weiten sich die Inseln der Bahamas im Atlantischen Ozean zwischen Florida und Hispaniola aus. Viel Platz für einen quirligen – oder auch einen ruhigen Urlaub. Ganz wie man es sich wünscht. Zentrale Orte des touristischen Treibens sind die Insel New Providence, inklusive der farbenfrohen Hauptstadt Nassau und der Ferienzentren Paradise Island, Cable Beach sowie die Insel Grand Bahama. Naturliebhaber kommen auf den Bahamas besonders auf ihre Kosten. Denn Außergewöhnliches gibt es zu entdecken: So gilt die Insel Great Inagua mit dem Binnensee „Lake Rosa“ als einer der weltweit größten Brutstätten der pinkfarbenen Flamingos weltweit. Taucher finden im Lucayan National Park auf Grand Bahama das längste Unterwasser-Höhlenrefugium der Welt. Und auch Partyfans müssen kein Trübsal blasen: Zwar ist die Schwulenszene nicht mit Key West oder Mykonos zu vergleichen, doch haben sich in den vergangenen Jahren einige Gay-Bars und Partys (z.B. die Bar „La Kasbah“) erfolgreich etabliert. Die Regierung der Bahamas heißt schwule Touristen ausdrücklich willkommen.

Übernachtung
Die Hotelwahl sollte stets gut überlegt sein. Ein echtes Schmuckstück auf den Bahamas ist das Sheraton Cable Beach Resort. Tagsüber kann man in der 2,8 Hektar umfassenden spektakulären Wasserlandschaft herrlich entspannen, am Abend sich zu karibischen Gaumenfreuden in den großartigen Restaurants und Lounges, von einfach und zwanglos bis hin zu gehobener Küche, verwöhnen lassen. Das Schöne für Partyfans: Das pulsierende Nachtleben von Nassau liegt ebenfalls nur wenige Minuten entfernt.
www.sheraton.de

Wassersport
Die glasklaren Gewässer rund um den Bahamas-Archipel machen die Inseln zum Paradies für Taucher. Filternder Kalkstein sorgt dafür, dass das Wasser klar bleibt und Sichtweiten von 50 bis 60 Metern keine Seltenheit sind. Die 700 Inseln und Tausende namenloser Sandbänke bilden ein atemberaubendes Netz aus Land, Tiefsee, Flachwasser, Riffen, Buchten und Meeresarmen. Hier haben Tauchfans und solche, die es werden wollen, allen Grund zur Freude!
www.bahamas.de
www.bahamas.com

Party
Wenn bei uns die ersten Lebkuchen in den Geschäften auftauchen und das Lametta und die Christbaumkugeln aus den Schubladen geholt werden, bereiten sich die Bahamaer auf ihren traditionellen Karneval, den Junkanoo, vor. Das fröhliche Fest mit den mitreißenden Rhythmen und den phantasievollen Kostümen lässt von Walker's Cay im Norden bis Inagua im Süden niemanden schlafen. Alljährlich am 26. Dezember und am 1. Januar feiern die Bewohner des 700-Insel-Staates dieses farbenprächtige afrobahamaesische Fest – ein unvergleichliches Ereignis.
www.junkanoo.com

Weitere interessante Reiseziele auf www.tomontour.com






El Gouna – Ägyptens Sonnenrefugium

Kilometerweit nur Sonne, Strand, Meer – Willkommen in El Gouna, dem ägyptischen Luxus-Urlaubsrefugium am Roten Meer! Dabei kann die Region am Fuße schroffer Bergspitzen in Sachen Wetter mit einem Pfund wuchern, von dem andere Regionen nur träumen: an 365 Tagen im Jahr scheint hier bei Temperaturen bis zu 40 Grad die Sonne nonstop vom blauen Himmel. Die inzwischen 9 Millionen Quadratkilometer große Feriendestination erstreckt sich entlang eines zehn Kilometer langen Strandes, dem zahlreiche künstliche Inseln vorgelagert sind. Für viele Besucher erscheint die malerische Ferienoase wie ein verkleinertes Abbild der großen weiten Welt – orientalisches Flair verbunden mit mediterranen Einflüssen. Dem schwulen Traveller bietet sich dabei eine gänzliche andere Seite von Ägypten, denn Toleranz wird in El Gouna täglich aufs Neue gelebt – die für ägyptische Verhältnisse ansehnliche Zahl von schwulen Touristen sind der beste Beweis dafür. Daneben ist die Stadt ein idealer Startpunkt für Nilkreuzfahrten, Wüstentouren oder Exkursionen auf den Spuren der ägyptischen Geschichte. El Gouna liegt nur wenige Kilometer vom Flughafen Hurghada entfernt.

Weitere Informationen auf:
www.elgouna.com

www.steigenberger.com
Arabisch-mediterranes 5-Sterne-Resort

www.moevenpick-hotels.com
Luxushotel mit spektakulärem Blick aufs Rote Meer

www.clubmed.de
Anspruchsvolle Clubanlage mit 15 Hektar großen Park

Kiteboarding
Der Kiteboarding-Club El Gouna liegt im Norden der Stadt und verfügt über einen 400 Meter langen Privatstrand. Zur Clubanlage gehören außerdem ein schweizerisch geführtes Restaurant sowie eine Beach-Bar. Der Trainingsbereich ist von einem Riff umschlossen, so dass es sich auf herrlich glattem, knietiefem Wasser mehrere Hundert Meter weit im Meer trainieren lässt. Richtung Norden kann man endlos nahezu unbefahrene Wasserflächen erkunden und nach Wunsch auch im tiefen Wasser nach kontaktfreudigen Delphinen Ausschau halten. Der stationseigene Rescue-Dienst sorgt für einen sicheren und entspannten Aufenthalt.

Golfen
Inspirierend und wunderschön offeriert das 5-Sterne Steigenberger Golf Resort das ultimative Erlebnis eines Golf Resorts. Der 18-Loch USPGA Golfkurs bietet grandiose Anblicke auf El Gounas atemberaubende Landschaft und Gewässer. Als einziger Kurs in Ägypten mit einem gültigen Rating des Deutschen Golf Verbandes und der USPGA begeistert er sowohl Anfänger als auch Profis. Die Gesamtlänge variiert von 4.334 bis 6.269 Metern mit drei verschiedenen Tees pro Loch. Außerdem bietet der Club Trainingsmöglichkeiten wie eine Aqua Driving Range mit 30 Tees sowie Pitching, Chipping und Putting Areas.
www.steigenberger.com

Tauchen
Flexible Zeitplanung, hochqualifizierte Ausbilder und individuelle Betreuung in kleinen Gruppen versprechen die Leiter der professionellen Tauchschule „The Dive Connection“. Dabei erweist sich angesichts der Vielzahl von perfekten Tauchgebieten der richtige Ort als Qual der Wahl: 34 wunderschöne Tauchplätze bieten sich zur Auswahl an. Das Schöne: Im Winter (1.12.08 – 30.3.09), wenn die Wassertemperaturen immer noch herrlich warm sind, gibt’s 20 Prozent Rabatt auf ausgewählte Tauchkurse.
www.diveconnection.com

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